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Jura ENA 8 Test: Lohnt sich diese smarte Espressomaschine?

Die kompakte Jura ENA 8 Super-Automatik-Espressomaschine kombiniert fortschrittliche Technologie mit elegantem Design.

Making cappuccino with the Jura Ena 8 closeup

Als kleinstes Jura-Modell mit integrierter Milchgetränk-Funktion füllt sie eine besondere Marktnische und erfreut sich großer Beliebtheit bei Menschen mit wenig Platz in Küche oder Büro.

Dieser umfassende Testbericht beleuchtet alle Aspekte der Maschine – von Design und Getränkequalität bis hin zur Benutzerfreundlichkeit.

Nach mehreren Wochen intensiver Nutzung kann ich fundiert beurteilen, ob die ENA 8 Jura die richtige Wahl für Sie ist.

Was mir gefallen hat:

  • Mit P.E.P.- und Fine Foam-Technologie
  • 15 vollständig anpassbare Kaffeespezialitäten
  • Kompaktes, ansprechendes und langlebiges Design
  • Benutzerfreundlicher Farb-Touchscreen und App-Kompatibilität

Was mir nicht gefallen hat:

  • Teure Anschaffungs- und Unterhaltskosten
  • Keine Kontrolle über die Textur oder Temperatur des Milchschaums
  • Kein Latte oder Ristretto

Der vollständige Jura ENA 8 Kaffeemaschinen-Test

Die Jura ENA 8 wurde 2019 eingeführt, aber in den vergangenen Jahren grundlegend überarbeitet (1). Sie bleibt die kleinste Jura-Maschine mit Milchsystem, doch das aktuelle Modell bietet erweiterte Getränkeoptionen, eine verbesserte Kaffeemühle und eine noch benutzerfreundlichere Bedienung. Kurz gesagt: Eine ohnehin herausragende Espressomaschine wurde weiter optimiert.

Unsere Bewertung

  • Design
  • Brühsystem
  • Kaffeequalität und Vielseitigkeit
  • Reinigung und Wartung
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
3.8
Jura ENA 8

Design-Notizen: Kompakt und zeitlos

Das kompakte Design zählt zu den wichtigsten Verkaufsargumenten der ENA 8 Jura. Mit einer Höhe von 32,5 cm, einer Tiefe von 44,5 cm und einer Breite von 27,2 cm wiegt sie etwas über 9 kg. Interessanterweise teilt sie ihre Abmessungen mit der ENA 4 aus der Einstiegsklasse, die jedoch ohne Milchaufschäumer auskommt.

Wer eine kleine Küche hat, aber nicht auf seinen morgendlichen Latte verzichten möchte, findet in diesem Modell die ideale Lösung.

Die kompakte Bauweise bringt einige Kapazitätsbeschränkungen mit sich, die sich für einen Ein- oder Zweipersonenhaushalt jedoch kaum als nachteilig erweisen. Der Bohnenbehälter fasst etwa ein Viertelpfund Kaffeebohnen, der Satzbehälter nimmt rund zehn Portionen Kaffeesatz auf, und der Wassertank hat ein Fassungsvermögen von 1,1 Litern.

Der höhenverstellbare Kaffeeauslauf deckt einen beeindruckenden Bereich von 2,7 bis 5,4 Zoll ab und passt damit für alle meine Reisebecher und Thermoskannen – mit Ausnahme der größten. Ein überraschend praktisches Detail ist die integrierte Tassenbeleuchtung. Wer morgens im „Stealth-Modus“ Kaffee zubereiten möchte, während der Rest des Haushalts noch schläft, kann auf das Einschalten des Raumlichts verzichten.

Jura-Maschinen zeichnen sich durch ein einheitlich elegantes Design aus, das von Schweizer Präzision, klaren Linien und zeitloser Ästhetik geprägt ist. Die ENA 8 Jura sticht jedoch besonders hervor – dank ihres stilvollen, zylindrischen Wasserbehälters, dessen Muster an edle Kristallkaraffen erinnert. Dieses makellose Design ist in den Farben Metropolitan Black und Nordic White erhältlich.

Wie funktioniert das Brühsystem?

Die Jura ENA 8 wurde speziell für kleinere Haushalte entwickelt, damit auch sie die Premium-Brühtechnologie von Jura genießen können. Trotz ihrer kompakten Größe bietet sie zahlreiche fortschrittliche Funktionen.

Dank der Thermoblock-Heizung ist die Maschine in weniger als einer Minute einsatzbereit, während die leistungsstarke 15-bar-Pumpe für optimalen Druck sorgt. Die Brühvorgänge sind zwar nicht übermäßig komplex, überzeugen jedoch durch perfekte Balance und eine besonders dichte Crema.

PEP-Technologie und was sie bedeutet

Die Jura ENA 8 ist mit der patentierten Pulse Extraction Process (PEP)-Technologie ausgestattet, die den Geschmack und das Aroma von Espresso, Ristretto und Espresso doppio optimiert. Früher war diese Technik ausschließlich den hochpreisigen Modellen vorbehalten – umso erfreulicher, dass sie nun in der gesamten Produktpalette zu finden ist. Wer bereits eine ältere Jura-Maschine genutzt hat, wird den Unterschied deutlich spüren.

Anstatt das heiße Wasser mit konstantem Druck durch das Kaffeemehl zu leiten, setzt die PEP-Technologie auf pulsierende Wassereinspritzung. Untersuchungen von Jura sowie unabhängigen Forschern, darunter der Datenwissenschaftler und Espresso-Experte Robert McKeon Aloe, zeigen, dass diese Methode eine bessere Extraktion ermöglicht (2).

Zwar dauert der Brühvorgang bei dieser Technik etwas länger, doch das Ergebnis überzeugt: Es war die beste Tasse Kaffee, die ich je getrunken hatte.

Zur Klarstellung: Aloe bezog sich in seiner Analyse auf einen gepulsten Brühvorgang mit seiner eigenen Espressomaschine – nicht auf eine Jura. Doch die Erkenntnis bleibt: Die pulsierende Extraktion sorgt nachweislich für ein intensiveres Aroma und eine höhere Ergiebigkeit.

Kann die Jura ENA 8 auch normalen Kaffee zubereiten?

Ja, die Jura ENA 8 verfügt über eine Einstellung für normalen schwarzen Kaffee. Allerdings wird er – ähnlich wie ein Espresso – unter Druck extrahiert. Dadurch erinnert das Ergebnis eher an einen Americano als an klassischen Filterkaffee.

Premium-Farbdisplay

Ein großes 2,8″-TFT-Farbdisplay steuert sämtliche Funktionen der Maschine – von der Anpassung der Einstellungen über Reinigungszyklen bis hin zur Getränkezubereitung. Alternativ lässt sich die Jura ENA 8 auch per Jura-App bedienen, auf die ich später noch eingehen werde.

Front view of the Jura Ena 8 in silver on a kitchen counter

Der Bildschirm ist gestochen scharf und sorgt für eine intuitive Bedienung, selbst für Espressomaschinen-Neulinge. Wer die italienischen Namen der Kaffeegetränke nicht auswendig kennt, wird die visuelle Unterstützung schätzen: Jede One-Touch-Getränkeoption ist mit einer Grafik versehen, die das Verhältnis von Milch und Kaffee veranschaulicht.

Ein kleiner Kritikpunkt betrifft nicht die Maschine selbst, sondern Touchscreens im Allgemeinen: Sie reagieren oft schlecht auf feuchte Finger – ein Problem, das mir regelmäßig begegnet, wenn ich Kaffee und Frühstück zubereite. Ein Handtuch griffbereit zu haben, kann hier Abhilfe schaffen.

Neue und verbesserte Kaffeemühle

Die erste ENA 8 Jura war mit der Aroma G3-Kaffeemühle von Jura ausgestattet, die damals als Spitzenmodell galt. In der neuesten Version kommt die aktualisierte Professional Aroma-Kaffeemühle zum Einsatz. Ein direkter Vergleich beider Mahlwerke war mir nicht möglich, daher verlasse ich mich auf die Aussage des Herstellers, dass das neue Modell das Kaffeearoma um 12,2 % verbessert.

Hand opening the bean hopper of the Jura Ena 8 silver model

Was ich jedoch sicher sagen kann: Diese Kaffeemühle arbeitet beeindruckend leise – deutlich leiser als meine frei stehende Espressomühle. Zudem verfügt der Bohnenbehälter über eine luftdichte Silikondichtung, die das Aroma der Kaffeebohnen bewahrt und ihre Frische maximiert.

Milchsystem: Höhen und Tiefen

Die Jura ENA 8 ist mit dem Milchsystem HP1 ausgestattet, das auf dem Siphonprinzip basiert und mit der Fine Foam Technology der Marke kombiniert wird. Hinter diesen technischen Begriffen steckt ein einfaches Versprechen: Die Maschine bereitet auf Knopfdruck eine Vielzahl an Milchgetränken zu – schnell und komfortabel.

Meiner Erfahrung nach funktioniert das System gut, aber nicht perfekt. Lassen Sie mich erklären, warum.

Das Siphon-Design

Die Jura ENA 8 verfügt weder über einen integrierten Milchaufschäumer noch über einen Dampfhahn. Stattdessen wird ein Siphonschlauch verwendet: Ein Ende wird an die Maschine angeschlossen, das andere in einen Milchbehälter getaucht. Die Maschine saugt die benötigte Milchmenge an, schäumt sie auf und gibt sie direkt in die Tasse.

Auch wenn dieses System auf den ersten Blick etwas unhandlich wirken mag, halte ich es für eine praktische Lösung – vor allem im Vergleich zu einer fest verbauten Milchaufschäumkanne. Es ermöglicht der Maschine, ihre kompakte Stellfläche zu bewahren, und erleichtert den Wechsel zwischen verschiedenen Milchsorten – sei es Vollmilch, fettarme Milch oder pflanzliche Alternativen. Zudem hilft es, Milchverschwendung zu vermeiden.

Ein weiterer Vorteil: Die Reinigung ist denkbar einfach. Nach jedem Gebrauch wird der Schlauch durch einen kurzen Dampfstoß automatisch gereinigt.

Für die Milchaufnahme können Sie jedes beliebige Gefäß verwenden. Falls Sie eine spezielle Lösung bevorzugen, bietet Jura zwei Karaffen an: eine einfache, preisgünstige Variante und eine hochwertigere, gekühlte Version.

Woran mangelt es

Mein größter Kritikpunkt am Milchaufschäumsystem ist der Mangel an Kontrolle. Die einzige Anpassungsmöglichkeit betrifft die Milchmenge – sonst nichts.

Die Fine Foam Technology leistet zwar gute Arbeit bei der Erzeugung eines feinen Schaums, doch sie kann nicht zwischen der seidigen Konsistenz eines Lattes und dem luftigeren Schaum eines Cappuccinos unterscheiden. Eine manuelle Einstellung der Milchtextur fehlt vollständig.

Auch die Milchtemperatur kann nicht reguliert werden, und der ausgegebene Schaum ist eher kühl. In meinen Tests lag die Temperatur zwischen 54 und 60 °C, was sich am unteren Ende des Idealbereichs bewegt. Viele Kaffeeliebhaber bevorzugen jedoch Temperaturen zwischen 65 und 70 °C – ein Punkt, der für manche Nutzer entscheidend sein könnte.

Mehr Getränkeoptionen als je zuvor!

Ich würde nicht behaupten, dass die Kaffeequalität einer vollautomatischen Espressomaschine – selbst einer so hochwertigen wie dieser – mit der einer halbautomatischen Maschine, die von einem erfahrenen Barista bedient wird, mithalten kann (3). Doch unter den Vollautomaten kommt Jura diesem Ideal näher als die meisten anderen Maschinen, die ich bisher getestet habe. Besonders im Vergleich zu One-Touch-Brühern wie Nespresso-Maschinen stellt sie einen deutlichen Fortschritt dar (4).

Während die erste Jura ENA 8 bereits zehn Kaffeespezialitäten auf Knopfdruck bot, wurde das Sortiment im neuen Modell auf 15 Getränke erweitert – auch wenn einige davon eher leichte Variationen bestehender Optionen sind.

Eine der wichtigsten Neuerungen: Die aktuelle ENA 8 Jura kann nun zwei gleiche Getränke gleichzeitig zubereiten, während die ursprüngliche Version nur über einen einzelnen Auslauf verfügte.

Zu den zentralen Getränken gehören Espresso, Kaffee, Caffè Barista, Cortado, Cappuccino, Flat White und Latte Macchiato. Für jedes Getränk kann auf Wunsch ein zusätzlicher Espressoshot hinzugefügt werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, heiße Milch oder heißes Wasser zu beziehen – letzteres wird über einen separaten Auslauf ausgegeben.

Jede Getränkeoption lässt sich individuell anpassen:

  • Brühwassermenge
  • Kaffeestärke (10 Stufen)
  • Kaffeetemperatur (3 Stufen)
  • Milchmenge

Auch die Heißwassertemperatur ist einstellbar – ein praktisches Feature für Teeliebhaber (5).

Was fehlt?

Meiner Meinung nach fehlen zwei wichtige Getränkeoptionen.

Erstens wurde die Ristretto-Option, die in der ersten Generation der ENA 8 verfügbar war, im neuesten Modell entfernt. Ich kann die Entscheidung nachvollziehen, da nur wenige Kaffeetrinker regelmäßig Ristretto genießen. Dennoch fühlt sich dieser Schritt wie ein kleiner Rückschritt an.

Noch auffälliger ist jedoch das Fehlen eines klassischen Latte. Zwar lässt sich mit einem Flat White, einem zusätzlichen Espressoshot und mehr Milchschaum ein ähnliches Ergebnis erzielen, doch es ist nicht ganz dasselbe.

Kann man gemahlenen Kaffee in der Jura ENA 8 verwenden?

Ja, die ENA 8 verfügt über einen Bypass-Dosierer, mit dem sich vorgemahlener Kaffee verwenden lässt, ohne die Kaffeemühle zu nutzen. Das ist besonders praktisch, wenn man gelegentlich koffeinfreien oder aromatisierten Kaffee genießen möchte, ohne den Bohnenbehälter umständlich leeren zu müssen.

Wer jedoch ausschließlich mit vorgemahlenem Kaffee brüht, sollte in Betracht ziehen, stattdessen eine günstigere Espressomaschine ohne integrierte Kaffeemühle zu wählen.

Jura Smart Connect und die J.O.E.-App

Die ENA 8 ist sowohl WLAN- als auch Bluetooth-fähig und zählt damit zu den intelligenten Espressomaschinen. Sie ist mit der JURA-eigenen J.O.E.-App kompatibel, die eine Vielzahl praktischer Funktionen bietet.

Die Hauptfunktion der App besteht darin, die Bedienung über den Touchscreen zu ersetzen. Sie ermöglicht eine schnelle, intuitive Anpassung und Bestellung von Getränken. Besonders praktisch: Mehrere Getränke können gleichzeitig eingerichtet und gespeichert werden – ideal, wenn Gäste zum Brunch da sind und man ihre Bestellungen gesammelt vorbereiten möchte.

Zusätzlich erinnert die App an Wartungs- und Reinigungsaufgaben, verbindet sich mit dem Jura-Store für Nachbestellungen und ermöglicht den Zugriff auf Maschinen-Updates.

Eine große Enttäuschung bleibt jedoch: Die App kann die Maschine nicht ein- oder ausschalten. Man könnte erwarten, dass genau diese Funktion als Erstes integriert wird – doch Fehlanzeige. Wer also gehofft hat, morgens einfach das Handy zu zücken und den Kaffee schon im Nebenzimmer brühen zu lassen, wird enttäuscht.

Reinigung und Instandhaltung: Einfach, aber teuer

Ein Merkmal, das alle Jura-Vollautomaten gemeinsam haben – und je nach Perspektive als Vor- oder Nachteil gesehen werden kann – ist die nicht entnehmbare Brüheinheit. Statt sie manuell zu reinigen, gibt man einfach eine Jura-Reinigungstablette in den Bypass-Dosierer und startet den automatischen Reinigungszyklus. Das System erinnert den Nutzer sogar daran, wenn eine Reinigung erforderlich ist.

Die meisten Jura-Besitzer schätzen diese automatische Reinigung und Entkalkung, da sie den Wartungsaufwand erheblich reduziert – ein klarer Vorteil für alle, die Wert auf Komfort legen. Allerdings hat dieses System auch seine Schattenseiten:

  • Hohe Folgekosten durch die regelmäßige Anschaffung von originalen Jura-Reinigungstabletten.
  • Eingeschränkte Selbstreparaturmöglichkeiten, da die Brüheinheit nicht zugänglich ist. Sollte es zu einem Problem kommen, bleibt oft nur der Gang zum Fachhändler.

Die einzige regelmäßige manuelle Reinigung betrifft das Leeren der Abtropfschale und des Kaffeesatzbehälters – ein Vorgang, der umständlicher ist, als er sein müsste. Die Abtropfschale ist groß, und ihre hintere Hälfte ragt tief in die Maschine hinein, da sie auch den Kaffeesatzbehälter beherbergt. Dadurch gibt es keine einfache Möglichkeit, nur die Abtropfschale zu leeren, ohne gleichzeitig den Kaffeesatzbehälter zu entfernen.

Wenn Sie die gesamte Baugruppe herausziehen, besteht sie aus vier Teilen:

  • Die Abtropfschale
  • Der Kaffeesatzbehälter
  • Das Frontteil aus Metall
  • Ein Deckel aus Kunststoff für die Abtropfschale

Der Deckel der Abtropfschale ist praktisch, da er verhindert, dass beim Transport zum Spülbecken etwas verschüttet wird. Allerdings entsteht dabei der Eindruck, dass es eine Vielzahl von Teilen zu reinigen gibt, was den Wartungsaufwand etwas erhöht.

Wie lange hält eine Jura-Kaffeemaschine?

Jura-Maschinen sind bekannt für ihre Langlebigkeit und kommen in ihrer Lebensdauer fast an gewerbliche Espressomaschinen heran. Die Garantie deckt entweder 2 Jahre oder 6000 Tassen ab – je nachdem, was zuerst eintritt.

Wer jedoch die empfohlenen Wartungsarbeiten regelmäßig durchführt, kann mit einer Lebensdauer von mindestens 10 Jahren rechnen. Tatsächlich kenne ich einige Nutzer, die ihre Jura bereits seit 15 Jahren in Betrieb haben – und die neueren Modelle sind sogar noch robuster gebaut.

Ein weiterer Vorteil der hochwertigen Verarbeitung: Jura-Maschinen werden oft generalüberholt verkauft. Wer also nach einem günstigen Angebot sucht, kann auf diese Weise ein echtes Schnäppchen finden.

Teuer, aber nicht überteuert

Apropos Preis: Es kann nicht geleugnet werden, dass Jura-Espressomaschinen hochpreisig sind – und der Jura Kaffevollautomat ENA 8 bildet da keine Ausnahme. Es gibt günstigere Espressomaschinen, die besseren Kaffee und Milchgetränke zubereiten. Doch keine, die dies auf Knopfdruck so konstant und zuverlässig liefert. Genau dafür zahlt man den Preis – und wenn einem dieser Komfort wichtig ist, bietet die Maschine ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Lassen Sie es mich so ausdrücken: Wer den Komfort einer Jura ENA 8 genießen möchte, hat zwei Alternativen. Entweder eine Kapselmaschine wie eine Nespresso, die zwar in der Anschaffung günstiger ist, aber teure Kapseln, einen separaten Milchaufschäumer und Abstriche bei der Getränequalität mit sich bringt. Oder regelmäßige Besuche im Café, wo ein professioneller Barista wahrscheinlich den besseren Cappuccino zubereitet – allerdings zu deutlich höheren langfristigen Kosten (6). Die Jura ENA 8 bietet hier einen idealen Mittelweg.

Jura ENA 8 vs. E8

Sie sind nicht allein, wenn Sie sich zwischen der Jura E8, einem langjährigen Bestseller, und der neueren ENA 8 nicht entscheiden können. Lassen Sie mich die beiden Modelle kurz vergleichen.

Die Jura E8 erfreut sich großer Beliebtheit, weil sie preislich und funktional in der Mitte der Produktpalette liegt. Sie bietet spürbare Verbesserungen gegenüber den Basismodellen, bleibt aber deutlich günstiger als die Spitzenmodelle wie die Jura Z10 oder Giga W3.

Im direkten Vergleich ist die Jura E8 größer und teurer als die ENA 8. Für den Aufpreis erhält man zwei zusätzliche Spezialgetränke, eine fortschrittlichere Kaffeemühle und ein leicht verbessertes Milchsystem – wobei sich weder Milchtextur noch Temperatur individuell anpassen lassen. Zudem wird der Touchscreen der ENA 8 bei der E8 durch einen größeren 3,5-Zoll-Farbbildschirm mit zusätzlichen Tasten ersetzt.

Der größte Unterschied zwischen beiden Maschinen – und aus meiner Sicht der Hauptgrund, sich für die E8 zu entscheiden – liegt in der Kapazität. Neben einem größeren Bohnenbehälter und Wassertank kann die Brüheinheit der E8 bis zu 16 g Kaffeepulver aufnehmen, während die ENA 8 auf 10 g begrenzt ist. Während die ENA 8 ideal für Einzelpersonen und Paare ist, eignet sich die E8 besser für Haushalte mit höherem Kaffeekonsum.

Letztendlich sind beide Maschinen großartige Optionen, die Kaffee in derselben hohen Qualität zubereiten und viele Jahre zuverlässig arbeiten. Die Entscheidung hängt allein von Ihren Prioritäten ab.

Kaufen Sie nicht die Jura ENA 8, wenn …

  • Sie trinken keine Milchgetränke – Wenn Sie Espresso lieben, aber auf aufgeschäumte Milch verzichten können, gibt es eine einfache Möglichkeit, Geld zu sparen: Entscheiden Sie sich für ein Modell ohne Milchschaumsystem. Ein Blick auf die Jura ENA 4 lohnt sich. Sie ist kompakter und erschwinglicher als die ENA 8, bietet aber denselben Pulse Extraction Process (PEP), der für eine erstklassige Espressoqualität sorgt.
  • Sie suchen eine günstigere Alternative – Jura-Espressomaschinen sind zwar hochpreisig, doch die Espressoqualität und die Schweizer Ingenieurskunst machen sie zu einer lohnenden Investition. Falls Ihr Budget begrenzt ist, Sie aber dennoch die Bequemlichkeit einer vollautomatischen Espressomaschine genießen möchten, gibt es einige Alternativen. Werfen Sie einen Blick auf die Gaggia Anima Prestige, die DeLonghi Magnifica oder die Philips 3200 – sie bieten solide Leistung und kosten weniger als die Hälfte der Jura ENA 8.
  • Sie möchten mehr Kontrolle über den Brühprozess – Wenn Sie bereit sind, etwas Komfort gegen mehr Kontrolle einzutauschen, gibt es einige hervorragende Alternativen. Die Sage Barista Express ist seit Jahren ein Bestseller, da sie trotz integrierter Kaffeemühle mehr manuelle Anpassungsmöglichkeiten bietet. Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, sollte sich die Rancilio Silvia oder die Gaggia Classic Pro ansehen – kombiniert mit einer hochwertigen Espressomühle bieten sie maximale Kontrolle über den Brühvorgang und kosten nicht mehr als eine Jura.

Fazit

Jura genießt zu Recht den Ruf, einige der besten Espressomaschinen auf dem Markt herzustellen. Keine andere Marke erreicht in diesem Segment die gleiche Qualität – auch wenn dies mit einem höheren Preis einhergeht. Der neu überarbeitete Jura Kaffeevollautomat ENA 8 ist die ideale Wahl für Kaffeeliebhaber, die Espresso und Milchgetränke auf Knopfdruck genießen möchten, dabei aber nur begrenzten Platz auf der Arbeitsfläche haben.

JURA ENA 8

AUF SWEETCAFE ANSEHEN

  1. Comunicaffe. (14. März 2019). Jura Australia launches new Ena 8 coffee machine in massive aluminium. Abgerufen von https://www.comunicaffe.com/jura-australia-launches-new-ena-8-coffee-machine-in-massive-aluminium/
  2. McKeon, R.A. (21. März 2020). Pressure Pulsing for Better Espresso. Abgerufen von https://towardsdatascience.com/pressure-pulsing-for-better-espresso-62f09362211d
  3. Vittitow, D. (24. Juni 2021). How are super-automatic espresso machines evolving? Abgerufen von https://perfectdailygrind.com/2021/06/how-are-super-automatic-espresso-machines-evolving/
  4. Global Coffee Report. (13. Januar 2020). The future of automation. Abgerufen von https://www.gcrmag.com/the-future-of-automation/
  5. David’s Tea. (23. März 2015). Hot stuff…Tea steeping temperatures. Abgerufen von https://blog.davidstea.com/en/hot-stuff-tea-steeping-temperatures/
  6. Cadwalader, Z. (27. August 2018). How Much Do You Spend on Coffee Each Year? Abgerufen von https://sprudge.com/how-much-do-you-spend-on-coffee-each-year-136082.html
Marc Makepeace
Einer meiner liebsten Morgenrituale ist das Mahlen von frischen Kaffeebohnen für meinen Americano aus der Bialetti. Wenn ich nicht gerade im Homeoffice bin, findet man mich in einem der vielen Coffeeshops auf Koh Phangan. Ein Tag, geprägt von Kaffee und der thailändischen Sonne – so stelle ich mir das perfekte Leben vor.

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